Weihnachtsgruß_2022 von Jonathan Stubinitzky

 

Verschenkte Zeit? - Ge-schenk(te) Zeit! 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

immer wieder hören wir, was die vergangenen Zeiten für schlimme Folgen gerade für die Kinder und Jugendlichen hatten: Manche mögen diese Zeit zwischen 'Lock' und 'Down' kaum beim Namen nennen, und wie lange haben wir uns mit immer neuen Vorgaben beschäftigen müssen. Auch mit uns Lehrkräften hat es was gemacht. Viele nennen diese Zeit verlorene oder verschenkte Zeit. Entwicklungspsychologisch höchst bedenklich, neue Abhängigkeiten von Medien, Veränderungen im sozialen Umfeld. 

War das eine verschenkte Zeit? 

Als Gemeindepfarrer merke ich aber auch, was uns in dieser Zeit neu geschenkt ist, und zwar besonders jetzt, im Advent und in der Weihnachtszeit 2022/23: Wir haben wieder mehr Zeit füreinander. Weihnachtsfeiern, die ihren Namen wieder verdienen, sind ein Zeichen dafür. Wir können tatsächlich Dinge nachholen, die uns in den letzten zwei Jahren immer wieder gefehlt haben. Wir können wieder mehr und besser auf das Wesentliche im Leben schauen: Die Zeit miteinander und füreinander. 

Ich bin überzeugt, dass uns immer mehr geschenkt wird, als verschenkt wird, weil sich Gott selbst für uns Zeit nimmt. In den schlimmen Phasen, die wir miteinander ausgehalten haben, und in den frohen Momenten, die auch Ende 2022 und 2023 wieder kommen werden. Wenn alle Arbeiten geschrieben sind, alle Aufgaben erledigt, alle Vorbereitungen getroffen, dann ist dazu jedenfalls über die Feiertage Zeit, mehr und mehr zu entdecken, wie sich Gott für uns Zeit nimmt. 

Gottes Zeit ist ein Geschenk an uns. Immer und immer wieder. Immer, wenn wir gegenseitig Gutes tun, ist nichts verschenkt. Wenn wir zu ihm beten, dann hört er uns wirklich zu. Seine Zeit für uns ist unendlich, und solange wir ihn haben und die Zeit mit ihm nutzen, sind wir nur die, die ihre Zeit verschenken, damit andere umso reicher beschenkt werden. Aus dem, was bei uns weniger zu werden scheint, haben alle zusammen viel viel mehr, als jeder nur für sich. 

Ich wünsche Ihnen und euch diese Art von Zeit für die verbleibende Adventszeit, für die kommende Weihnachtszeit, die bis ins neue Jahr reicht, und ganz sicher auch ins neue Jahr hinein. Wir nennen es auch 'Gottes Segen'. In diesem Sinne: allen nicht nur eine geschenkte Zeit, sondern auch eine gesegnete Weihnachts-Zeit! 

Ihr und euer
Pfarrer Stubinitzky   Pfarrer

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