Ein glücklicher Wildpark-Leiter aus dem Knüll und stolze Schülerinnen und Schüler aus der Schwalm trafen zur Übergabe neuer Meisenkästen für den Wildpark Knüll zusammen. Die Nisthilfen haben die Jugendlichen aus den Klassen 9 der Schule im Ostergrund in Schwalmstadt-Treysa im Fach Arbeitslehre gefertigt. Der gesamte Arbeitsablauf wurde zum Unterrichtsgegenstand: Die Vorplanung wurde besprochen, die Kosten für das Material berechnet, schließlich gebaut und das Schul-Logo mit selbstgefertigten Schablonen eingebrannt.

Die 26 Schülerinnen und Schüler entwickelten selbstständig arbeitsteilige Abläufe und verteilten die Aufgaben nach Interesse und Geschick. „Nicht nur das Werken selbst, sondern auch das Zusammenarbeiten war ein Lernerfolg in der Gruppe“, da sind sich Jan Vauth und Kazim Erünsal, die betreuenden Fachlehrer für Arbeitslehre, einig.

Viele Arbeiten wurden von Hand erledigt, aber auch den Umgang mit Werkzeugen von Bohrmaschine bis Gerungssäge konnten die Schülerinnen und Schüler kennenlernen und üben. Das Vorhaben wurde von Herrn Lambrecht mit der Spende des Holzes unterstützt, der die Aktion auch als Werbung für das holzverarbeitende Handwerk sieht.

Die Einfluglöcher der Kästen sind im wahrsten Sinne des Wortes auf verschiedene Meisenarten zugeschnitten: Kohlmeisen benötigen etwas mehr Platz zum Durchschlüpfen als die kleineren Blaumeisen. Fröhlich weiß: „Beide Arten leben im Wildpark Knüll und sie haben bereits vorhandene Nisthilfen immer gut angenommen“, und er ist sich sicher: “das wird auch bei den neuen der Fall sein.“

Das Projekt ist keine Eintagsfliege: Seit einem Jahr kooperieren die Schule im Ostergrund und der Wildpark Knüll. Die Schulklassen der verschiedenen Jahrgangstufen erarbeiten und erleben verschiedene Themen im Wildpark und mit dem Wildpark. Auch der Bau von weiteren Nistkästen wird in den kommenden Jahren in Angriff genommen. Denn Bachstelze, Grauschnäpper, Waldkauz und andere Vogelarten, die lieber in offeneren Höhlen oder größeren Kästen brüten, sollen ebenfalls nach und nach bedacht werden. Und die Pflege im Herbst und die Untersuchung, wer nun tatsächlich diese Nisthilfe für sich genutzt hat, werden von der Schule übernommen.

Die Schule im Ostergrund nutzt in diesem Jahr den Wildpark besonders intensiv als außerschulischen Lernort. So wie an anderen Schulen auch gibt es nach den vergangenen beiden Jahren einen großen Nachholbedarf, der über die Wissensvermittlung hinaus ins soziale und emotionale Lernen hineingeht. Die Zusammenarbeit der Schule im Ostergrund mit dem Wildpark soll diesen Bedarf aufgreifen und dauerhaft in den Blick nehmen. Die Umweltpädagogin des Wildparks, Sara Engelbrecht, freut sich darauf: „Wenn die Jugendlichen mehrmals - geplant ist einmal pro Schuljahr - zu uns kommen, entstehen viel intensivere Bezüge zur Natur und zu Tieren. Aber auch die Selbsterfahrung und das Zusammensein und Zusammenarbeiten mit anderen kann hier noch einmal auf anderen Ebenen stattfinden.“ Ein dauerhaftes Vorhaben, das nicht nur den Wildparkleiter glücklich machen wird. (Text Wildpark, Sara Engelbrecht)

 

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