Schule und Wirtschaft: Modellprojekt in Zusammenarbeit mit der Metall-Innung

  • geschrieben von Susanne Reutter

Auf Initiative des  Obermeisters der Metall-Innung, Frank Pfau, wurde eine -  in dieser Form erstmalige -  praxisorientierte  Kooperation zwischen Schule und Handwerk an der SiO verwirklicht.

Intention des Projektes sei, so Timo Clobes, Schüler berufswahlorientiert zu informieren und sie gezielt auf bestimmte Berufsfelder vorzubereiten. „Es war uns wichtig, eine an Metallberufen interessierte Schülergruppe  bewusst in Hinblick auf ihre Berufswahl zu informieren und nicht nach dem Gießkannenprinzip vorzugehen. So konnten wir den Schülern – darunter übrigens auch ein Mädchen – während einer ganzen Woche reale Einblicke in das Berufsfeld Metallbau, aber auch in die theoretische Ausbildung ermöglichen.“

Geleitet wurde das Projekt von Innungs-Obermeister Frank Pfau. Er legte Wert darauf, den Schülern Theorie und Praxis unmittelbar zu vermitteln. So erstellten sie in der Metallbau-Ausbildungswerkstatt Hephata eine Metallrose in Eigenarbeit und besuchten die Firma Metallbau Anders in Fritzlar sowie den Metallbau-Betrieb von Herrn Pfau selbst. Ein Tag an den beruflichen Schulen in Fritzlar machte aber auch klar, dass zu einer fundierten Ausbildung auch das theoretische Hintergrundwissen gehört. Der Schwerpunkt Mathematik an diesem Berufsschultag vermittelte den Schülern, was von der Wirtschaft an schulischen Fähigkeiten gefordert und erwartet wird. „Genauso wichtig sind aber auch die persönlichen Kompetenzen wie z.B. Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Gewissenhaftigkeit und die sozialen Basisfähigkeiten Höflichkeit, Toleranz und Teamfähigkeit“, erweitert Obermeister Pfau das Spektrum der Erwartungen, denen sich ein zukünftiger Metallbau-Azubi gegenüber sieht.

Zum Abschluss des Projekts wurden den teilnehmenden Schülern im Rahmen einer Schul-Vollversammlung Zertifikate über ihre erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt überreicht. Innungs-Obermeister Pfau bilanzierte abschließend: „Ein solches Dokument ist ein wichtiger Bestandteil einer Bewerbungsmappe. Außerdem wollen wir den Schülern auch eine Rückmeldung über ihre bereits vorhandenen Kompetenzen und Fähigkeiten geben und so einen Beitrag zur Vernetzung von schulischer und beruflicher Ausbildung leisten.“