Gelungenes Patenschaftsmodell an unserer Schule

Zehntklässler nehmen Fünftklässler im wahrsten Sinne „an die Hand“.

Dass „große“ Schüler sich mit „kleinen“ abgeben, ist nicht unbedingt selbstverständlich. Völlig frei von Überheblichkeit kümmern sich jedoch die Schülerinnen und Schüler der R 9 und der R10 geradezu rührend um ihre „Patenschüler“ aus den fünften Klassen.

Auf Kinder aus kleinen Dorfschulen wirkt eine weiterführende Schule anfänglich groß und unübersichtlich. Für den nötigen Überblick geben die „Paten“ gerne Auskunft und sind auch bei kleinen Problemen hilfreich zu Stelle - die Klassenräume der fünften und der zehnten Klassen liegen nebeneinander.

Ihre doch schon recht ruhige und gelassene Art wirkt im quirligem Pausentreiben dämpfend und ihre Anwesenheit im Flur vermittelt den kleinen Fünftklässlern das Gefühl der Sicherheit.

Bei einer  Tagesfahrt zur Schlittschuhbahn nach Kassel bewiesen die älteren Ostergrundschüler ihre hohe soziale Kompetenz. Nicht nur, dass es der erste Klassenausflug der Fünftklässler war, hinzu kam, dass einige der Schüler über keinerlei Erfahrung im Schlittschuhlaufen verfügten und sich daher mit einem recht mulmigen Gefühl in dieses Abenteuer stürzten.

Doch die helfenden Hände und das gute Zureden der Zehner ließen die Bedenken bald verfliegen. Die „Paten“ nahmen die ängstlichen Neulinge bei ihren zaghaften ersten Gehversuchen an die Hand und boten ihnen so die notwendige Sicherheit. Bald schon konnten selbst die ganz Unerfahrenen die ersten Runden auf dem Eis alleine drehen.

Belohnt wurden am Ende alle: Die Schlittschuh-Anfänger durch Erfolgserlebnisse in dieser für sie neuen Sportart und die „Profis“ aus der 9 und 10 durch ihren lobenswerten Einsatz und ihre hohe soziale Kompetenz, für die sie von ihren Klassenlehrerinnen Roswitha Schmidt und Ingrid Wachenfeld entsprechend gelobt  wurden. Zurecht fühlten sie sich im positiven Sinne als „die Erwachsenen“, was für ihren weiteren schulischen bzw. beruflichen Werdegang auch nur von Vorteil sein kann.

Das Patenschaftsmodell an unserer Schule hat sich bewährt: Soziales Lernen für die einen – das gute Gefühl der angstfreien Geborgenheit und des Angenommen-Werdens für die anderen.