Verantwortungsvollen Umgang erlernen

 

Medienbildung umfasst nicht nur den Umgang mit Computerprogrammen oder das  Nutzen von Word und dem Internet zur Informationssuche. Medienbildung umfasst auch den richtigen Umgang mit den Medien in Bezug auf Mobbing. Wie schnell ist heute ein Bild hochgeladen, wie schnell böse Worte über WhatsApp oder Facebook geschrieben. Deswegen haben sich Schulen diese Bildung auf ihre Fahnen geschrieben. In der Schule im Ostergrund fand für den siebten Jahrgang im November das Projekt "Logout statt Knockout" statt. Zwei Tage dauerte das Suchtpräventionsprogramm pro Klasse. Erstmal viel Zeit, die aber sehr wichtig ist, so die Schulleitung Dr. Michaela Stommel. Denn Schülern müsse  heute deutlich sein, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Internet & Co ist und welche Alternativen es daneben gibt. Durchgeführt und entwickelt wurde das Programm vom Beratungs- und Förderzentrum Hephata.

 Christian Hauser nahm sich viel Zeit für die Mädchen und Jungen und arbeitete mit ihnen ganz intensiv am Thema Cybermobbing. Was bedeutet es für jemanden, der geärgert und gemobbt wird, jeden Tag in die Schule zu kommen, war ein wichtiges Ziel. Den Schülern wurde durch Spiele ermöglicht, die Perspektive zu wechseln, sich in die andere Seite hineinversetzen zu können. Mit Spielen, Gesprächen und Energizern wurde das Thema ins Klassenzimmer geholt. Früher, so erklärte Hauser, hörte Mobbing mittags nach der Schule auf. Heute geht es danach durch Handys und Internet weiter. Für die Opfer eine enorme Tortur. Denn wer den ganzen Tag mit Ängsten durchs Leben läuft, mit dem macht das was, sagte Hauser. Sichtlich getroffen und nachdenklich wirkten die Mädchen und Jungen der H7a und R7a von den Worten Hausers. Die einen bestimmt, weil es sie traurig machte. Andere hingegen vielleicht, weil sie selbst mal Opfer waren oder sind und andere wiederum, weil sie eher in der Täterrolle sind. Wenn aber alle am Ende mitgenommen haben, wie schrecklich Cybermobbing ist, ist das schon einmal ein guter Anfang.