Raus aus der Stundentaktung

  • geschrieben von Annika Kurz

Zweimal im Jahr steht in der Schule im Ostergrund in Treysa so einiges Kopf.

Besser, die regulären Stunden wie Mathe, Sport oder Chemie werden getauscht gegen ein dreitägiges Methodenlernen. An diesen drei Tagen arbeitet jeder Jahrgang an einem besonderen Schwerpunkt, um neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen, die die Schüler für den späteren Unterricht gebrauchen können. Im Jahrgang 6 zum Beispiel wurde viel gelesen, da man dort die Techniken verschiedener Lesemethoden kennenlernte. Eine Kompetenz, die die Schüler ihr ganzes Leben benötigen werden. Im Jahrgang 7 hingegen stand alles im Zeichen der Präsentationen und Gruppenarbeit. In Kleingruppen zu arbeiten ist gar nicht so einfach, denn da muss man sich miteinander absprechen. Hier hatte man nun drei Tage Zeit, sich abzusprechen, um einen Vortrag vorzubereiten. Am Ende bekamen die Mädchen und Jungen sofort ein Feedback über ihre erste große Gruppenarbeit.

So arbeitete jede Klasse ganz individuell und vor allem mal losgelöst von der täglichen Stundentaktung eines Schulvormittages. An Computern, mit Tablets und mit anderen neuen Medien sah man im ganzen Schulgebäude vor allem die Schüler der Abschlussklassen sitzen, die eifrig an einem Thema arbeiteten.

Manchmal aber stand auch das Soziale im Vordergrund. Zum Beispiel gab es ein Frühstück-XXL mit den beiden Klassen des Jahrgangs 5 und ihren Patenklassen der H9a und H9b. Im Flur des Jahrgangs 5 wurde eine riesige Tafel aufgebaut, an der rund 70 Personen saßen, gemeinsam schlemmten und sich unterhielten. Bei Brötchen, Obst, Gemüse, Milch und Saft kam man schnell ins Gespräch. Doch nach einem guten Frühstück gab es kein Halten mehr, dann wollte man raus und rundete das gemeinsamen Event mit einer sportlichen Lektion auf dem Schulhof ab. Beim Fußball- oder Badmintonspielen ließ man den Tag ausklingen.