Der sportliche Gedanke zählt

  • geschrieben von Annika Kurz

Wenn ein Mitschüler nach knapp 1000 gelaufenen Metern kaum noch kann und am liebsten aufhören würde mit dem Laufen, ihn dann aber viele seiner Mitschüler beim Laufen anfeuern und mit ihm ins Ziel einlaufen, dann scheint der sportliche Gedanke Fuß gefasst zu haben. So geschehen bei den diesjährigen Bundesjugendspielen der Schule im Ostergrund am letzten Freitag im Mai.

In der Klasse F5b rannten einige Schüler mit ihrem Kameraden ins Ziel, der sich beim 1000-Meter-Lauf wirklich ins Ziel quälte. Aber er schaffte es und war stolz auf sein Ergebnis und das Verhalten seiner Klassenkameraden.

Zum sportlichen Kräftemessen trafen sich die rund 280 Schülerinnen und Schüler der Schule im Stadion, um sich beim Weitsprung, Weitwurf, Sprint und auf der Langstrecke zu messen.

Bundesjugendspiele gibt es schon viele Jahrzehnte. Bei Schülern sind sie mal verhasst und mal heiß begehrt. Die sportlichen wollen sich messen und geben alles, die unsportlicheren möchten sich eher drücken. Viele vergessen, dass der sportliche Gedanke zählt - nämlich mitzumachen, auch wenn man nicht so gerne mitmachen möchte. Dies funktionierte in diesem Jahr recht gut bei den Jungen und Mädchen, die im Stadion ihre persönlichen Leistungen zeigten. Unterstützt wurden sie dabei von den Lehrerinnen und Lehrern, die regelmäßig mit anfeuerten und ihren Mitschülern, die oft genug ihre Klassenkameraden an die Hand nahmen und sie ins Ziel begleiteten. Wirklich toll gemacht! Dabeisein ist alles - das gilt nicht nur im Profi- sondern auch schon beim Schulsport.