Logout statt Knockout …

  • geschrieben von Martina Maßmeyer

unter diesem Motto standen in der Jahrgangsstufe 7 jeweils zwei Tage in der zweiten Woche im Mai.

Christian Hauser, Leiter des Medienpräventionsprojekts des Beratungs- und Förderzentrums der Hephata-Förderschulen, bot den Schülerinnen und Schülern der Klassen H7 und R7 sowie deren Klassenlehrern Frau Maßmeyer und Herrn Itzenhäuser einen interessanten Einblick in die digitale Medienwelt mit lehrreichen Tipps zum eigenen Nutzerverhalten.

Dabei wurden die ständige Erreichbarkeit und auch Möglichkeiten, Stressfaktoren aus solchen selbst geschaffenen Abhängigkeiten zu reduzieren, diskutiert. Beim Thema Sicherheit und der Preisgabe persönlicher Daten konnte Herr Hauser eindrucksvoll demonstrieren, wie leichtsinnig oft irgendwelche Apps verwendet werden, ohne sich vorher über deren Zugriffsmöglichkeiten auf das Endgerät bewusst zu sein. Hier galt es, die Teilnehmer zu sensibilisieren, Alternativen und Kontrollmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Folgen des leichtfertigen Umgangs mit Medien wurden besonders deutlich beim Thema Cybermobbing oder z.B. Sexting, dem Versenden von erotischen Selbstaufnahmen per Handy oder Internet. Anhand realer Beispiele konnte nachempfunden werden, wie schnell und massiv sich Beleidigungen und Fotos im Internet ausbreiten können, unkontrollierbar werden und nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Sichtlich betroffen waren die Schülerinnen und Schüler über die schlimmen Folgen für die Mobbingopfer, sogar Selbstmorde sind in solchen Notlagen leider immer häufiger zu beklagen, besonders unter Jugendlichen.

Herr Hauser appellierte wiederholt an die Verantwortung jedes Einzelnen. Gerade die Anonymität der digitalen Medien ließe viele zu Mittätern werden, aktiv oder auch passiv durch unterlassene Hilfeleistung. Jeder könne mit ein wenig Zivilcourage die Unterstützung anderer erbitten und gemeinsam jemandem helfen, der in eine Notsituation gekommen oder in eine Opferrolle gedrängt worden sei.

Zum Abschluss des Projektes wurde ein Informationsabend in der Schule veranstaltet, bei welchem die erstellten Plakate sowie die bearbeiteten Inhalte auch den Eltern präsentiert wurden. Es wurde deutlich, dass ein sinnvoller Umgang mit diesen „neuen“ Medien nur gemeinsam erreicht werden kann, so dass jeder der Beteiligten Verantwortung und Vorbildfunktion übernehmen sollte.