Sich selbst verwalten und organisieren- der Laden im Ostergrund (LiO)

„Liebe Schülerinnen und Schüler, seit heute öffnet der Laden im Ostergrund seine Türen. In der ersten großen Pause könnt ihr bei uns einkaufen“, so ähnlich klang eine Durchsage von Schülern Anfang November vor Beginn des Unterrichts in der Schule im Ostergrund.

Was es damit auf sich hatte, wussten bis dahin nur wenige, aber dass die Schule im Ostergrund nun einen eigenen Schulladen hat, wissen jetzt ganz viele. Kurz und knackig  „LiO – Laden im Ostergrund“ nennt er sich und er besteht aus 20 Schülern der Jahrgänge 7 bis 9 und den beiden Lehrkräften im Vorbereitungsdienst Lukas Bank und Luisa Riebeling. Die Idee dazu hatte Luisa Riebeling, die seit einem Jahr als Lehrkraft im Vorbereitungsdienst mit den Fächern Arbeitslehre und Chemie an der Schule tätig ist. Der LiO beruht auf den Prinzipien eine Schülerfirma, erklärt die Junglehrerin. Die Schüler organisieren und verwalten sich und ihre Arbeiten selbst. Sie und Herr Bank stehen beratend und unterstützend zur Seite. Die beiden hätten nie gedacht, dass sich so viele Schüler zu ihrer AG anmelden würden, um dort mitzuarbeiten. Schnell zeigte sich aber, dass das Interesse doch recht groß wäre, erklärte Riebeling. Die Schüler mussten zur Gründung des Ladens Anteilsscheine kaufen, die das Startkapital des Ladens bilden. Je nach Einsatz bekamen sie demnach Anteilsscheine, so wie bei einer echten Firma eben auch. Einige waren sehr pfiffig und gingen sozusagen als Großinvestor an den Start im August 2017. Aber keine Angst, das Geld bekäme jeder Schüler wieder zurück und am Ende vielleicht sogar mit Gewinn.

Das große Problem sei letztendlich noch gewesen, was man im Laden anbieten kann, denn man wolle auf keinen Fall in Konkurrenz zum Kioskbetrieb in den Pausen gehen. Die Gruppe machte eine Umfrage und heraus kam, dass den Schülern hier gefallen würde, wenn man Blöcke, Stifte, Radiergummi und kleinere Süßwaren kaufen könnte. Aufgrund ihrer Auswertung kaufte die Gruppe „Einkauf“ dann Waren für den Laden. Ganz wichtig sei die Eigeninitiative, erklärte Frau Riebling. Denn die Schülerfirma müsse aus der Kraft der Schüler entstehen und voran gebracht werden. Dazu entstanden die drei Gruppen Einkauf, Verkauf und Buchführung, die alle nah beieinander und eng zusammenarbeiten müssen, um mit Gewinn zu arbeiten. Zweimal die Woche hat der LiO im Moment geöffnet und nach und nach spreche sich das Angebot gut herum. Und so hatten Linus Riebeling und Nick Schüssler beim Verkaufen alle Hände voll zu tun. Sie mussten beraten, die Waren heraussuchen und den Verkauf in ihren Unterlagen dokumentieren. Aber das alles mit viel Spaß und vor allem Stolz. Zukünftig wäre es schön, wenn sich der LiO weiterentwickeln würde, resümierten Luisa Riebeling und Lukas Bank. Noch steckt er ja in den Kinderschuhen aber zukünftig sollen dort vielleicht auch Dinge angeboten werden, die in der AG selbst hergestellt werden.

Auch der Verkaufsraum muss noch ins rechte Licht gerückt werden. Es fehlen das dekorierte  Schaufenster, ein schick eingerichteter Verkaufsraum sowie ein Ladenschild an der Tür, aber auch das werde nach und nach von den Schülern gemacht werden, denn diese sind mächtig stolz auf ihren eigenen kleinen Laden.